FI-Schutzschalter: Was sie tun, warum sie wichtig sind und wo sie gebraucht werden
Ein FI-Schutzschalter, ein Gerät, das beim Fehlerstrom sofort die Stromzufuhr unterbricht, um elektrische Schläge zu verhindern. Auch bekannt als Fehlerstromschutzschalter, ist er eine der einfachsten, aber effektivsten Sicherheitsmaßnahmen in jedem Haus. Ohne ihn läuft ein Stromkreis – egal ob in Küche, Bad oder Garage – wie ein Auto ohne Bremsen. Er reagiert innerhalb von Millisekunden, wenn Strom in den Boden abfließt, etwa durch einen defekten Wasserkocher oder einen nassen Stecker. Das rettet nicht nur Geräte, sondern Menschenleben.
Diese Sicherheit ist kein Luxus, sondern Gesetz. Seit Jahren muss jeder neue Stromkreis in Wohnungen mit einem FI-Schutzschalter ausgestattet sein. Doch viele alte Häuser haben immer noch nur Sicherungen oder nur einen Haupt-FI, der den ganzen Strom abschaltet – und damit auch Kühlschrank, Beleuchtung und Heizung. Besser ist es, wenn jeder Raum oder jede Steckdosenreihe einen eigenen FI hat. So bleibt der Rest des Hauses sicher, während nur der betroffene Kreis abgeschaltet wird. Das ist besonders wichtig in Räumen mit Wasser, wie Bädern oder Küchen, wo das Risiko von Fehlerströmen am höchsten ist. Auch bei Renovierungen, etwa wenn Sie neue Fenster einbauen oder die Elektrik erneuern, kommt der FI-Schutzschalter immer wieder ins Spiel – denn jede Änderung am Stromnetz kann neue Risiken bringen.
Ein FI-Schutzschalter ist kein Werkzeug, das man einmal einbaut und vergisst. Er muss regelmäßig getestet werden – meist mit einer kleinen Taste auf dem Gerät. Wenn er nicht anspringt, ist er defekt. Kein Geräusch, kein Licht, kein Alarm – nur ein stiller Ausfall. Und das ist gefährlich. Viele Menschen wissen nicht, dass ein FI-Schutzschalter nicht die gleiche Funktion hat wie eine Sicherung. Während die Sicherung bei Überlastung schützt, schützt der FI vor Stromschlag. Beide brauchen Sie. Wer nur eine Sicherung hat, hat keinen wirklichen Schutz.
Was viele nicht wissen: Ein FI-Schutzschalter kann auch vor Bränden schützen. Wenn Strom durch feuchte Wände oder alte Leitungen sickert, entsteht Hitze – und das kann brennen. Ein gut funktionierender FI erkennt diese kleinen, langsam wachsenden Fehlerströme und schaltet ab, bevor es zu spät ist. Das ist kein Science-Fiction, sondern Standard in modernen Wohnungen. Und doch gibt es immer noch Häuser, in denen man den FI-Schutzschalter suchen muss – weil er nie installiert wurde oder weil er nach 20 Jahren einfach nicht mehr funktioniert.
In den folgenden Beiträgen finden Sie konkrete Tipps, wie Sie Ihre Elektrik sicherer machen – von der Prüfung Ihres bestehenden FI-Schutzschalters bis hin zu modernen Lösungen, die auch bei Sanierungen oder Neubauten sinnvoll sind. Ob Sie ein altes Haus sanieren, eine Wohnung kaufen oder einfach wissen wollen, ob Ihr Zuhause wirklich sicher ist: Hier finden Sie die Antworten, die Sie brauchen.
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