Vergleichswertverfahren: So wird der Immobilienwert wirklich berechnet

Beim Vergleichswertverfahren, ein gesetzlich festgelegtes Verfahren zur Ermittlung des Verkehrswerts von Immobilien, das auf realen Verkaufspreisen ähnlicher Objekte basiert. Auch bekannt als Vergleichsverfahren, ist es die Grundlage für fast alle offiziellen Gutachten in Deutschland. Es geht nicht um Schätzung, nicht um Gefühl – es geht um Zahlen, die echte Verkäufe in Ihrer Nachbarschaft widerspiegeln. Wenn Sie eine Immobilie verkaufen, erben, steuern oder sanieren, bestimmt dieses Verfahren, was Ihre Wohnung oder Ihr Haus wirklich wert ist.

Dieses Verfahren ist eng verknüpft mit dem Verkehrswert, der Preis, den eine Immobilie auf dem Markt bei freiem Angebot und Nachfrage erzielen würde. Er ist nicht der Kaufpreis, den jemand bereit ist zu zahlen – er ist der Preis, den mehrere Käufer tatsächlich gezahlt haben. Dafür werden mindestens drei vergleichbare Objekte herangezogen: gleiche Lage, ähnliche Größe, gleiches Baujahr, gleiche Ausstattung. Ein Haus in Stuttgart mit 120 m², 1980 gebaut, mit Holzfenstern und Zentralheizung? Dann werden nur Häuser mit genau diesen Merkmalen aus dem letzten Jahr herangezogen. Nicht das Haus am anderen Ende der Stadt. Nicht das Neubauobjekt mit Fußbodenheizung. Nur das, was wirklich vergleichbar ist.

Das Gutachten, ein offizielles Dokument, das vom Sachverständigen erstellt wird und das Vergleichswertverfahren als Methode nutzt ist kein Werbeblatt – es ist ein rechtlich bindendes Papier. Banken, das Finanzamt, Erbengemeinschaften und Gerichte verlassen sich darauf. Ein falscher Wert kann Ihnen tausende Euro kosten – bei der Erbschaftssteuer, bei der Veräußerung oder bei der Mietpreisfestsetzung. Die Daten kommen aus öffentlichen Grundbüchern, Kaufverträgen und den Datenbanken der Gutachterausschüsse. Kein Makler, kein Immobilienportal kann das ersetzen.

Warum ist das wichtig für Sie? Weil viele glauben, der Wert einer Immobilie hängt von Renovierungen ab. Doch ein neuer Boden oder eine moderne Küche hebt den Wert nur, wenn sie in einem Umfeld liegen, das die Nachfrage steigert. Ein Kellerfenster nach DIN 18533, eine energieeffiziente Heizung oder eine korrekte Fotodokumentation beim Umbau – das alles zählt nur, wenn es in den Vergleichswert einfließt. Und der fließt nur ein, wenn die Daten stimmen.

Im Vergleichswertverfahren zählt nicht, was Sie fühlen. Es zählt, was andere bezahlt haben. Und das ist der einzige Wert, der wirklich zählt – egal ob Sie verkaufen, erben oder sich gegen eine Mieterhöhung wehren. In den folgenden Artikeln finden Sie praxisnahe Beispiele, wie dieses Verfahren in der Realität angewendet wird: von der Grundstücksteilung bis zur Ermittlung des Immobilienwerts nach Sanierung. Hier lernen Sie, was wirklich hinter den Zahlen steckt – und wie Sie sich nicht von falschen Schätzungen täuschen lassen.

Immobilienwert ermitteln: Die 3 anerkannten Bewertungsmethoden, die wirklich zählen

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