Warum wird Ihre Fassade grün?
Wenn Ihre Hausfassade grünlich verfärbt ist, liegt das meist nicht an Schmutz oder Staub. Es ist Algenbefall. Diese Mikroorganismen wachsen besonders gern an nassen, schattigen Stellen - also häufig an der Nordseite Ihres Hauses. Dort regnet es länger, die Sonne scheint seltener, und die Feuchtigkeit bleibt hängen. Algen nutzen kleine Risse im Putz oder organische Bestandteile in der Farbe als Nährboden. Sie breiten sich schnell aus: bis zu 25 cm² pro Woche, wie Studien der Fachhochschule München zeigen.
Es geht nicht nur um Ästhetik. Algen können langfristig den Putz aufweichen, Feuchtigkeit tiefer in die Wand leiten und sogar Schimmel begünstigen. Ein grüner Fleck ist oft nur die Spitze des Eisbergs. Unter der Oberfläche verstecken sich feinste Wurzelstrukturen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Wenn Sie nur die sichtbaren Algen abwaschen, kommen sie nach einigen Monaten zurück - oft noch dichter als zuvor.
Was hilft wirklich - und was macht es nur noch schlimmer?
Viele Hausbesitzer greifen zum Hochdruckreiniger. Das ist ein großer Fehler. Drückt man mit mehr als 50 bar auf die Fassade, wird der Putz beschädigt. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat nachgewiesen: Hochdruckreiniger mit zu hohem Druck reißen die Oberfläche auf, öffnen neue Spalten und machen die Wand anfälliger für nächsten Befall. Die Algen wachsen danach schneller zurück.
Auch Hausmittel wie Essig-Wasser-Lösung (1:3) oder Natron mit heißem Wasser helfen nur kurzfristig. Sie entfernen die Oberfläche, aber nicht die Wurzeln. Ein Nutzer auf Trustpilot berichtete: „Natron hat die Algen weggebracht - aber nach 6 Monaten waren sie doppelt so stark zurück.“ Das ist kein Einzelfall. Laut einer Umfrage von Fassadenklar unter 350 Hausbesitzern kehrt der Befall in 60-70 % der Fälle innerhalb von 12-18 Monaten zurück, wenn keine Schutzbeschichtung aufgetragen wird.
Die professionelle Methode: Drei Schritte für dauerhafte Reinigung
Wer Algenbefall dauerhaft loswerden will, muss drei Schritte befolgen - und zwar in dieser Reihenfolge.
- Chemische Vorbehandlung: Ein biologisch abbaubarer Fassadenreiniger wird gleichmäßig aufgetragen. Er wirkt 10-20 Minuten ein, je nach Algentyp. Grünalgen reagieren gut auf pH-neutrale oder leicht alkalische Reiniger (pH 8-9). Rotalgen brauchen spezielle fungizidhaltige Lösungen mit mindestens 0,5 % Wirkstoffkonzentration. Die Temperatur sollte zwischen 10°C und 25°C liegen. Bei Kälte unter 5°C oder Hitze über 30°C wirken die Mittel kaum.
- Sanfte mechanische Reinigung: Nach der Einwirkzeit wird die Fassade mit weichen Borstenbürsten und einem Niederdruckreiniger (max. 30 bar) abgespült. Das ist wichtig: Nicht drücken, nicht scharf abstrahlen. Nur sanft abtragen. So bleibt der Putz intakt, und die Algenwurzeln werden herausgelöst, ohne neue Risse zu erzeugen.
- Langzeitschutz auftragen: Ohne Abschlussbeschichtung ist alles umsonst. Ein Algenschutzmittel bildet eine unsichtbare Barriere, die Feuchtigkeit abweist und Algen das Anhaften verhindert. Systeme wie das INNtop Fassadenschutzsystem (Clean, Basic, Pro) garantieren laut Hersteller bis zu 5-7 Jahre Schutz. Professionelle Anbieter wie Purify Fassadenreinigung setzen auf solche Systeme - und erreichen eine Eliminierungsrate von 98-99 %.
Material ist entscheidend - Putz, Holz, Acryl
Nicht jede Fassade wird gleich behandelt. Das Material bestimmt, welcher Reiniger und welche Methode geeignet sind.
- Mineralischer Putz: Verträgt schwach alkalische Reiniger (pH 8-9). Keine Lösungsmittel oder stark sauren Mittel verwenden.
- Acrylfassaden: Brauchen pH-neutrale Reiniger. Alkalische Mittel können die Farbe angreifen und abblättern lassen.
- Holzfassaden: Erfordern milde, lösungsmittelfreie Reiniger. Aggressive Chemie trocknet das Holz aus und führt zu Rissen.
- Historische Kalkputze: Werden mit der Quart-Methode behandelt - eine schonende, manuelle Reinigung, die laut AGO Ratgeber die Substanz bis zu 95 % schonender behandelt als Hochdruck.
Ein Fehler, den viele machen: Sie verwenden denselben Reiniger für alle Fassadenarten. Das kann teuer werden - und die Fassade ruinieren.
Professionell oder selbst machen? Kosten und Nutzen vergleichen
Wie viel kostet eine professionelle Reinigung? Im Durchschnitt 8-12 Euro pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus mit 120 m² Fassade sind das etwa 960-1.440 Euro. Klingt viel - aber im Vergleich zu einem Neuanstrich, der 28-35 Euro pro m² kostet, ist es fast 70 % günstiger.
Was bringt es, selbst zu machen? Sie sparen die Arbeitskosten. Aber Sie riskieren Schäden. Eine Umfrage von HBS Bau unter 200 Hausbesitzern ergab: 42 % hatten nach der Nutzung von Hochdruckreinigern mit über 50 bar neue Risse im Putz. Und 60-70 % mussten nach 1-1,5 Jahren erneut reinigen.
Professionelle Anbieter arbeiten mit Hebebühnen, was die Reinigung bis zu 70 % schneller macht. Sie kennen die Materialien, die richtigen Mittel und haben Schmutzwasseraufbereitungssysteme an Bord - wie Purify Fassadenreinigung, die bis zu 95 % des Wassers recyceln. Das ist nicht nur effektiv, sondern auch umweltfreundlich.
Was kommt nach der Reinigung? Der Trend zur Langzeitlösung
Der Markt für Fassadenreinigung wächst - und verändert sich. In Deutschland lag das Volumen 2022 bei 420 Millionen Euro. Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Lösungen steigt jährlich um 12 %. Biozidfreie Systeme wie INNtop Clean Pro gewinnen an Bedeutung. Sie wirken nicht chemisch, sondern physikalisch: durch nanostrukturierte Oberflächen, die Algen das Anhaften unmöglich machen.
Ab 2025 wird die Europäische Union die zulässige Biozidkonzentration in Reinigern auf maximal 0,3 % senken. Das bedeutet: Chemische Mittel werden immer strenger reguliert. Unternehmen wie Gruenexxpur investieren deshalb in biozidfreie Langzeitschutzsysteme. Die Universität Stuttgart hat gezeigt: Solche Beschichtungen können die Reinigungshäufigkeit um bis zu 60 % reduzieren.
Experten wie Prof. Dr. Anja Schäfer von der TU München prognostizieren: Bis 2027 könnte die Nachfrage nach chemischen Reinigern um bis zu 30 % sinken - weil die neuen Technologien einfach besser funktionieren.
Was tun, wenn Schimmel mit dabei ist?
Ein grüner Fleck ist nicht immer nur Alge. Oft ist auch Schimmel dabei - besonders an feuchten Nordwänden oder in Tälern. Schimmel dringt tiefer in das Material ein als Algen. Er braucht eine intensivere Behandlung. Ein erfahrener Handwerker auf Reddit warnt: „Viele unterschätzen, dass die Nordseite nicht nur Algen, sondern oft auch Schimmel beherbergt.“
Wenn Sie nach der Reinigung weiterhin dunkle Flecken sehen, oder ein modriger Geruch bleibt, ist eine Schimmelanalyse nötig. Dann sollte ein Spezialist mit Feuchtemessgeräten kommen. Nur so ist sicher, dass die Wand wirklich trocken und sanierungsbedürftig ist.
Wie oft muss man nachreinigen?
Ohne Schutz: Alle 12-18 Monate. Mit professioneller Reinigung und Schutzbeschichtung: Alle 5-7 Jahre. Die meisten Kunden, die ein INNtop- oder ähnliches System nutzen, berichten, dass ihre Fassade 3-5 Jahre lang komplett sauber bleibt - selbst in feuchten Lagen. Familie Schmidt aus Kassel schrieb auf Google Reviews: „Nach der Reinigung durch Gruenexxpur blieb die Fassade 3 Jahre lang komplett sauber, obwohl wir in einem feuchten Tal wohnen.“
Was Sie jetzt tun sollten
Wenn Ihre Fassade grün ist: Kein Hochdruckreiniger. Kein Essig. Kein Natron. Das bringt nur kurzfristige Erleichterung - und langfristig Schäden.
Prüfen Sie:
- Welches Material hat Ihre Fassade? (Putz, Acryl, Holz?)
- Steht die verfärbte Stelle im Schatten? Ist sie feucht?
- Wurde schon einmal gereinigt? Wenn ja, mit welchem Mittel?
Wenn Sie unsicher sind: Holen Sie einen Fachbetrieb ins Haus. Lassen Sie sich ein Angebot machen - mit Materialanalyse und Schutzempfehlung. Eine professionelle Reinigung mit anschließender Imprägnierung ist die einzige Methode, die dauerhaft funktioniert. Und sie ist günstiger als ein Neuanstrich.
Warum das wichtig ist
Es geht nicht nur um ein schönes Haus. Eine saubere Fassade hält die Wärme besser. Feuchtigkeit in der Wand senkt die Dämmwirkung - und steigert die Heizkosten. Algen und Schimmel können auch die Luftqualität beeinträchtigen. Wer seine Fassade regelmäßig pflegt, spart nicht nur Geld, sondern schützt auch seine Gesundheit und den Wert seines Hauses.
Kann ich Algen mit Hausmitteln wie Essig oder Natron dauerhaft entfernen?
Nein. Hausmittel wie Essig-Wasser-Lösung oder Natron entfernen nur die oberste Schicht der Algen. Die mikroskopischen Wurzeln bleiben im Putz und wachsen innerhalb von 6-18 Monaten wieder zurück - oft stärker als zuvor. Studien zeigen, dass 60-70 % der Hausbesitzer, die selbst reinigen, innerhalb von zwei Jahren erneut betroffen sind.
Ist Hochdruckreinigen gefährlich für die Fassade?
Ja, besonders bei Drücken über 50 bar. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat nachgewiesen, dass Hochdruckreiniger die Putzstruktur beschädigen, Risse erzeugen und die Fassade anfälliger für Feuchtigkeit und neuen Algenbefall machen. Die empfohlene Maximaldruckgrenze liegt bei 30 bar - und nur mit weichen Borstenbürsten.
Wie viel kostet eine professionelle Fassadenreinigung?
Die Kosten liegen zwischen 8 und 12 Euro pro Quadratmeter. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 120 m² Fassade sind das etwa 960-1.440 Euro. Im Vergleich zu einem Neuanstrich (28-35 Euro/m²) ist das fast 70 % günstiger. Dazu kommt: Die Wirkung hält 5-7 Jahre, nicht nur 1-2.
Warum ist der Schutz nach der Reinigung so wichtig?
Ohne Schutzbeschichtung kehren Algen zurück, weil die Wurzeln im Putz verbleiben und Feuchtigkeit wieder eindringt. Ein Algenschutzmittel bildet eine unsichtbare Barriere, die Wasser abweist und Algen das Anhaften verhindert. Systeme wie INNtop Clean Pro garantieren bis zu 7 Jahre Schutz - ohne Chemie, nur durch physikalische Wirkung.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Reinigung?
Der ideale Zeitraum ist zwischen April und September, wenn die Temperaturen zwischen 10°C und 25°C liegen. Reinigungen bei Temperaturen unter 5°C oder über 30°C wirken kaum, weil die Reiniger nicht richtig aktiv werden. Auch bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit sollte nicht gearbeitet werden - das Wasser verdünnt die Mittel und verhindert die Einwirkzeit.
Gibt es umweltfreundliche Alternativen zu chemischen Reinigern?
Ja. Seit 2023 gibt es biozidfreie Langzeitschutzsysteme wie INNtop Pro, die Algenwachstum physikalisch verhindern - ohne Giftstoffe. Diese Systeme nutzen nanostrukturierte Oberflächen, die Algen das Anhaften unmöglich machen. Sie sind umweltverträglicher und werden laut EU-Verordnung ab 2025 sogar zur Standardmethode werden, da biozide Mittel strenger reguliert werden.
Was tun, wenn nach der Reinigung noch Schimmel sichtbar ist?
Wenn dunkle Flecken oder ein modriger Geruch bleiben, könnte Schimmel vorliegen. Schimmel dringt tiefer in die Wand ein als Algen und erfordert eine spezielle Analyse. Ein Fachmann sollte mit Feuchtemessgeräten kommen, um die Feuchtigkeitslage zu prüfen. Dann wird entschieden, ob eine Sanierung nötig ist - etwa durch Trockenlegung oder Putztausch.
Kommentare
Ute Klang
Ich hab das letzte Jahr auch eine grüne Fassade gehabt... und ja, Hochdruckreiniger war der größte Fehler meines Lebens! 😅 Jetzt hab ich’s mit dem INNtop-System gemacht – und seit 14 Monaten ist alles sauber! Kein Schimmel, kein Grün, kein Stress. Endlich kann ich wieder atmen!